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Morris, ich möchte einen Albtraum
Bücher von spanischen Verlagen und spanischen Literaturagenturen mit verfügbaren Übersetzungsrechten für den deutschen Sprachraum.
Gutachterin: María Xesús Bello
Die gebürtige Argentinierin, Gabriela Keselman, hat sich langsam einen Namen in der Kinderliteratur verschafft. Sie hat mehrere Jahre in Spanien gelebt und ihre Bücher wurden bereits in verschiedene Sprachen (Englisch, Französisch, Koreanisch und Japanisch) übersetzt.
Maximiliano Luchini, ebenfalls Argentinier, mit Wohnsitz in Barcelona (Spanien) hat sich in der Illustration Jugendbücher spezialisiert.
Die Bücher zu der Morris-Reihe sind allerdings die bekanntesten von dieser Autorin. Morris der Waschbär, der Superheld, ist immer hilfsbereit und kann die unglaublichsten Dinge erreichen. Allerdings nur, wenn er mit Schokolade bezahlt wird… In „Morris, quiero una pesadilla“ soll er dem Lobo Lupino (Lupino dem Wolf) einen Albtraum besorgen, damit er wieder zu einem schrecklichen Wolf wird. So machen sich Morris und seine Freunde auf die Suche. Dabei machen sie mehrere, sehr lustige Versuche, bis sie den perfekten Albtraum gefunden haben.
Wer Kinder kennt, weiß, wie oft sie dazu neigen, Albträume bzw. schlechte Träume zu haben und wie sehr diese manche Tage der Kinder prägen. Gabriela Keselman spielt mit den klassischen Symbolen des (Alb-)Traumes, die auch Kinder verstehen und nachvollziehen können. So hebt die Traumwelt nicht in Phantastereien ab, sondern behält die notwendige Bodenständigkeit auch in den unglaublichsten Situationen und schafft damit den Bezug zur kindlichen Realität. Diese Geschichte wird, wie alle Geschichten der Morris-Reihe, auf paradoxe Weise erzählt. Der Lobo Lupino möchte, braucht sogar unbedingt einen Albtraum, damit sein Leben wieder normal wird.
Luchinis ganzseitige Aquarellbilder sind zugleich lustig, clever und naiv und zeigen viele Details, welche die Kinder bestimmt dazu bringen, sich das Buch immer wieder anzuschauen. Die Illustrationen fixieren sich ganz besonders auf die ausdruckstarke Darstellung der Augen, mittels derer die Stimmungslage aller Teilnehmer der Geschichte erzählt wird.
Diese Geschichte ist perfekt für Kinder, die sowohl das Lustige als auch das Furchtbare mögen. Es ist ein Buch, zu dem die kleinen Zuhörer leicht Zugang finden werden. Gabriela Keselman versteht es, mit ihrer Sprache genau den Nerv zu treffen: Selbstgebastelte Albträume! Das ist es ja! Sie zeigt eine Welt der Protagonisten, in der sich unsere Zuhörer schnell zurecht finden, und dies gelingt durch kurze Sätze, viele Dialoge und den Bezug zu anderen, bekannten Kindermärchen.
Das deutsche Publikum wird diesen frechen kleinen Waschbär mit Sicherheit lieben. Die Übertragung in die deutsche Sprache wird unproblematisch sein, mit der Ausnahme von einigen wenigen Texten, die mit in die Illustration einbezogen sind und dadurch ein wenig technische Bearbeitung brauchen werden. (Geeignet für Kinder im Alter ab 3 Jahren.)
Sowohl die Morris-Bücher als auch andere Titel von Gabriela Keselman wurden bereits ins Englische übersetzt.