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Spanien – Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2022 Interview mit Antonio Avila, geschäftsführender Direktor des Spanischen Verlegerverbands (FGEE)

Herr Avila, mit einer durch die Pandemie bedingten Verzögerung von einem Jahr nimmt Spanien als Ehrengast an der diesjährigen Frankfurter Buchmesse teil. Was erwartet uns?

Ursprünglich – seit 2013 wurde ja bereits über unsere Teilnahme verhandelt – hatten wir geplant, dass der spanische Gastlandauftritt genau 30 Jahre nach unserer erstmaligen Ehrengast-Teilnahme stattfinden sollte. Die Pandemie hat dies durchkreuzt, aber die Verzögerung kommt uns letztendlich zugute, weil die Pandemie viele Handelsbeziehungen unterbrochen hatte, die 2021 langsam wieder aufgenommen wurden; 2022 herrscht vielleicht wieder völlige Normalität.

 

Können Sie uns die wichtigsten Aktivitäten nennen, die im Rahmen des spanischen Kulturprogramms organisiert wurden?

Für das Kulturprogramm war das Ministerium für Kultur und Sport zuständig, umgesetzt wurde es durch Acción Cultural Española. Wir haben es lediglich freundschaftlich unterstützt. Es weist eine beeindruckende Bandbreite auf und wird der Tatsache gerecht, dass man die große Vielfalt Spaniens unter Beweis stellen möchte – in Bezug auf die verschiedenen Gattungen (Roman, Theater, Lyrik), Sprachen, Generationen und Geschlechter. Fast 180 Teilnehmer und Teilnehmerinnen wirken mit; weitere 100 Persönlichkeiten wurden kontaktiert, konnten alters- oder krankheitsbedingt die Einladung nicht annehmen, waren aber sehr hilfsbereit. Unser Verband hat sich nur um das logistische Thema gekümmert.

 

Den jüngsten Statistiken zufolge war das Jahr 2021 ein gutes Jahr für den spanischen Verlagssektor. Wie stellt sich aus Ihrer Sicht das internationale Panorama dar und wie sieht die Lage im spanischen Verlagsbereich zum aktuellen Zeitpunkt aus, der durch Ungewissheit, die Wirtschaftskrise und politische Instabilitat infolge des Krieges gekennzeichnet ist?

Die Krise war für das Buch gut. Die „Epidemie“ von Experten jeglicher Couleur, die sich aus ihren Bibliotheken oder Arbeitszimmern voller Bücher zu Wort gemeldet haben, war eine der besten Leseförderungsaktionen aller Zeiten. Das merkte man am Leseverhalten und dem Anstieg der Verkaufszahlen im Jahr 2021, der auch 2022 weiter anhält. Das prozentuale Wachstum variiert von Land zu Land, die Tendenz ist in Europa aber einheitlich. Und Amerika, unser größter Exportmarkt, der in letzter Zeit darniederlag, erholt sich langsam, wie es der Besucheransturm von Einkäufern zur diesjährigen Messe LIBER belegt.

Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage muss man auch die Kulturwirtschaft ansprechen. In welchem Maße sollten Ihrer Meinung nach Instrumente zur Stützung der kulturellen Aktivitäten gefördert werden, um der aktuellen Wirtschaftslage zu begegnen?

Im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung ist die Kultur im produktiven Bereich in Spanien einer der am wenigsten subventionierten Sektoren. Den Steuerstatistiken zufolge beläuft sich der Beitrag des Kultursektors  zum BIP auf 3,2%, und die Haushaltsausgaben aller öffentlichen Verwaltungen, zu denen natürlich auch die Gehälter der Beamten und Angestellten im Kulturbereich gehören, betragen nur 0,27% der Ausgaben. Eine lächerliche Summe, wenn man sie mit dem vergleicht, was dem Finanz-, Landwirtschafts- und Energiesektor zur Verfügung gestellt wird. Die einzige außergewöhnliche Maßnahme, die für den Kulturbereich geschaffen wurde, ist der sogenannte „Bono cultural“ (Kulturgutschein), 400 € für jeden einzelnen der 500.000 Spanier, die im Jahr 2022 das 18. Lebensjahr vollenden. Bei der Umsetzung stößt er allerdings auf viele Schwierigkeiten – mal sehen, ob er im letzten Quartal dieses Jahres gelten wird.

 

Eine abschließende Frage: Welchen Impuls erwartet sich Spanien von seiner Ehrengastteilnahme an der Buchmesse hinsichtlich des Verkaufs von Übersetzungsrechten spanischsprachiger Werke in andere Sprachen und insbesondere in den deutschen Sprachraum?

Seit unserer Teilnahme im Jahr 1990 zählt Spanien nicht mehr zu den Nettoimporteuren von Rechten. Inzwischen liegt der Umsatz bei ca. 72 Millionen Euro. Angestrebt werden 100 und mehr Millionen, denn das würde Tausende zu übersetzender Bücher bedeuten, da der Durchschnittspreis 3000 € nicht überschreitet. Unser Fokus lag in den zurückliegenden Jahren – trotz Pandemie – auf der Durchführung von Handelsmissionen mit Ländern aus dem deutschsprachigen Raum. Jetzt möchten wir die Früchte ernten. Die Tatsache, dass die deutsche Presse nun eine Woche lang über Spanien und die spanische Sprache berichten wird, trägt mit Sicherheit dazu bei.

 

 

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